Elektronischer Zugang zu Unterrichtsmaterialien
Learning Outcomes
Die Studierenden lernen (1) über die regelmäßige und aktive Mitarbeit, (2) das Referat und (3) die schriftliche Hausarbeit (1) verschiedene Methoden der Textanalysen und Interpretationen, (2) den wissenschaftlichen Umgang mit der Bibliographie/Sekundärliteratur und (3) das eigene Abfassen wissenschaftlicher Texte. Da Deutsch die Unterrichtssprache ist, verbessert sich ihre Sprachkompetenz.
Course Content (Syllabus)
Das Themenfeld Kapitalismus und Geld durchzieht nicht erst die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. So ist das Geld bereits in der Bibel eine nicht zu unterschätzende Trope. Wir untersuchen in diesem Seminar literarische Texte vom Sturm und Drang bis heute, die alle eines gemeinsam haben: die Narratologie des Geldes. Erzählt wird u.a. von Konsum und Verschuldung, Glücksspiel, Arbeit und Arbeitslosigkeit, Kapitalismus und Weltwirtschaftskrise, Antisemitismus, prekäre Arbeitsverhältnisse, Flexibilität und Mobilität im Arbeitsalltag. Die Beschreibung wirtschaftlicher Lebensverhältnisse dient in allen Texten letztlich der Sozialkritik. Aber wie weit geht diese Kritik? Und wie werden ökonomische Sachverhalte poetisch dargestellt? Zum besseren Verständnis der Thematik ziehen wir kulturwissenschaftliche und wirtschaftsgeschichtliche Texte zur weiteren Lektüre heran.
Primärliteratur:
Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Hofmeister (1774), Theodor Fontane: L’Adultera. Roman aus der Berliner Gesellschaft (1882), Gerhart Hauptmann: Die Weber (1892), Bertolt Brecht: Die heilige Johanna der Schlachthöfe (1929), Ödön von Horváth: Kasimir und Karoline (1931), Kathrin Röggla: wir schlafen nicht (2004), Jonas Lüscher Frühling der Barbaren (2013).
Sekundärliteratur:
Martin Felix (2014): Geld, die wahre Geschichte. Über den blinden Fleck des Kapitalismus, München; Karl Diehl/Paul Mombert (Hrsg.) (1979): Ausgewählte Lesestücke zum Studium der politischen Ökonomie. Kapital und Kapitalismus, Frankfurt a.M.; Franziska Schößler (2006): Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft, Tübingen, Basel; Georg Mein/Franziska Schößler (Hrsg.) (2005): Tauschprozesse. Kulturwissenschaftliche Verhandlungen des Ökonomischen, Bielefeld; Gerhard Willke (2006): Kapitalismus. Frankfurt a.M.
Schlüsselwörter
Kulturwissenschaft, Kapitalismus, Narratologie des Geldes, Sturm und Drang, Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Weitere Bibliographie
Primärliteratur:
Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Hofmeister (1774), Theodor Fontane: L’Adultera. Roman aus der Berliner Gesellschaft (1882), Gerhart Hauptmann: Die Weber (1892), Bertolt Brecht: Die heilige Johanna der Schlachthöfe (1929), Ödön von Horváth: Kasimir und Karoline (1931), Kathrin Röggla: wir schlafen nicht (2004), Jonas Lüscher Frühling der Barbaren (2013).
Sekundärliteratur:
Martin Felix (2014): Geld, die wahre Geschichte. Über den blinden Fleck des Kapitalismus, München; Karl Diehl/Paul Mombert (Hrsg.) (1979): Ausgewählte Lesestücke zum Studium der politischen Ökonomie. Kapital und Kapitalismus, Frankfurt a.M.; Franziska Schößler (2006): Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft, Tübingen, Basel; Georg Mein/Franziska Schößler (Hrsg.) (2005): Tauschprozesse. Kulturwissenschaftliche Verhandlungen des Ökonomischen, Bielefeld; Gerhard Willke (2006): Kapitalismus. Frankfurt a.M.