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Course Content (Syllabus)
Den jeweiligen Herrschenden unbequem, verfolgt, verfemt, bestraft, zensiert, ins Exil getrieben. Das sozialkritische Engagement von deutschsprachigen Autoren hat eine lange Tradition: Man denke an Christian Friedrich Daniel Schubart im 18. Jahrhundert, an die Dichter des Vormärz und des Jungen Deutschland, bis an die vom Nazi-Regime exilierten, aber auch an die nachfolgenden, z.B. Böll und Grass –die heutzutage als das „Gewissen Deutschlands“ gefeiert werden, zu ihrer Zeit es jedoch nicht leicht hatten. Das Seminar wird auf die „eingreifenden“ Schriftsteller des 20. Jahrhunderts fokussieren, wobei mittels Analyse bestimmter Lebensläufe, Aktionen und Texte die (immer wiederkehrenden, auch für unsere Epoche aktuellen) Fragen erneut gestellt werden: Kann Literatur eine gesellschaftliche Veränderung bewirken? Kann ein „politischer“ Text den ästhetischen Qualitätsstandards entsprechen? Wie unterscheiden sich Journalismus, Agitation und Literatur? Wo liegen die Grenzen der Autonomieästhetik?
Textvorschläge der Teilnehmenden sind willkommen!