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Course Content (Syllabus)
2025 sind 500 Jahre seit der Publikation der „Zwölf Memminger Artikel“ vergangen, mit denen die Bauern Süddeutschlands erstmals ihre Rechte schriftlich einklagten und die zum Manifest der Bauernaufstände im Jahr 1525 wurden. Vorausgegangen war 1520 Martin Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, und so wurde die Auflehnung der Bauern sofort mit der Reformation in Verbindung gebracht, zumal beides durch Gutenbergs Buchdruck erstmals einem großen Publikum bekannt wurde.
Im Seminar nähern wir uns den historischen Fakten des 16. Jahrhunderts und stellen die Frage nach der Bedeutung sowohl der Reformation als auch der „Bauernrevolution“ für die Entwicklung Europas und sein Verständnis von Freiheit. Dabei geht es auch um die unterschiedliche Rezeption des Bauernkrieges und der Reformation in den beiden deutschen Staaten gehen; ferner betrachten wir den Einfluss der Memminger Artikel auf spätere Definitionen von Freiheit etwa anlässlich der Französischen Revolution oder der 1848er-Kämpfe in Europa.
Schlüsselwörter
Reformation, Bauernkrieg, 12 Memminger Artikel, Martin Luther, Freiheitsgedanke in Europa