Elektronischer Zugang zu Unterrichtsmaterialien
Learning Outcomes
Lernziele des Seminars „Kriminalgeschichten“
Nach erfolgreicher Teilnahme am Seminar können die Studierenden:
1. Literarische Kurzformen des Kriminalgenres erkennen und typische Strukturen, Spannungsverläufe und Erzähltechniken benennen.
2. Zentrale Merkmale des Genres Kriminalgeschichte (z. B. Täter-Opfer-Struktur, Auflösung, Ermittlerfigur) identifizieren und in einen literaturwissenschaftlichen Kontext einordnen.
3. Eigene Thesen zu literarischen Kurzkrimis entwickeln und diese in einer mündlichen Präsentation klar und überzeugend mit Hilfe eines gewählten Analyseaspekts darstellen (z. B. Erzählperspektive, Raumdarstellung, Figurenkonstellation, Motivstruktur).
4. Ein wissenschaftliches Thesenpapier erstellen, in dem Argumentationslinien nachvollziehbar und formal korrekt mit Fachliteratur gestützt werden.
5. Diskussionsfähigkeiten ausbauen, indem sie auf der Grundlage vorbereiteter Leitfragen aktiv an Gesprächsrunden teilnehmen, Texte aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und Deutungen argumentativ begründen oder hinterfragen.
Course Content (Syllabus)
riminalgeschichten: Analyse kurzer Kriminalliteratur
Kriminalliteratur ist eines der populärsten literarischen Genres des 20. und 21. Jahrhunderts – nicht nur in Form von Romanen, sondern besonders auch in Kurzgeschichten. In diesem Seminar widmen wir uns kurzen Kriminalerzählungen deutschsprachiger und internationaler Autor:innen, in denen nicht nur Verbrechen, sondern auch soziale, psychologische und sprachliche Strukturen sichtbar werden.
Die Studierenden lernen, zentrale Merkmale der Krimikurzgeschichte zu erkennen und zu analysieren – darunter Spannungsaufbau, Erzählperspektive, Täter- und Opferrollen, Erzähltempo und Auflösung. Im Vordergrund stehen die literarische Struktur, stilistische Mittel sowie die Frage, wie Krimi als Spiegel gesellschaftlicher Ängste und Machtverhältnisse funktioniert.
Zudem liegt ein besonderer Fokus auf der praktischen Anwendung literaturwissenschaftlicher Methoden in Kurzanalysen, Thesenpapieren und Präsentationen. Die Studierenden werden dazu angeleitet, aus einem bestimmten analytischen Blickwinkel eine Geschichte zu interpretieren und ihre Ergebnisse nachvollziehbar und reflektiert vorzustellen.