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Learning Outcomes
- Die Lehrveranstaltung widmet sich den psychoanalytischen, literarischen (und literaturwissenschaftlichen), bildmedialen (und medientheoretischen) Facetten des Freudschen Denkens.
- Im Rahmen des Seminars ist eine 4-TÄGIGE EXKURSION NACH WIEN geplant (Freud Museum, Altes Allgemeines Krankenhaus …).
Course Content (Syllabus)
Sigmund Freud hat einmal bemerkt, er wolle eigentlich Romanautor sein und seine Fallstudien zur Neurose habe man wie Novellen zu lesen. Tatsächlich zeigt sich vieles an Freuds Werk literarisch – nicht allein wenn er sich über den »Dichter und das Phantasieren« oder das »Unheimliche« in der Romantik auslässt, sondern genauso im kalkuliert narrativen und dramatischen Aufbau all seiner Texte.
Aber Freud ist nicht nur eine Figur des Wortes, der Schrift des Unbewussten, des Sprechens und (Zu-)Hörens in der Analyse. Zugleich geht es seinem Denken um die Bilder – um Traumvisionen, Photoabdrücke, Symbole, um die Zeichnungen des »Wolfmanns« und die Moses-Skulptur des Michelangelo. Und ebenso wird Freud eingehen in die psychoanalytische Filmtheorie, in die Medienphilosophie, in Video- und Installationskunst …
Mit Blick also auf solche Verflechtungen von Wort und Bild wird die Lehrveranstaltung zunächst einige der Grundthemen und -terme der Psychoanalyse erhellen. Vor allem jedoch werden wir den Schriftzeichen, Erzählstrategien, Bildmedien und audiovisuellen »Komplexen« in und um Freud bis in die Gegenwart folgen – denjenigen, die sich in seinem Oeuvre finden, wie auch denen, die seine Theorie wiederaufnehmen, künstlerisch spiegeln, musealisieren, filmisch ausdeuten oder digital verarbeiten.